Zweitstudierende & Praktikantin bei DATEV

Trau dich!

von am Freitag, 7 Juli 2017
Diesen Beitrag teilen:
0 Kommentare

Vor zwei Jahren siegte bei mir die Vernunft über meine Leidenschaft. Aber nur scheinbar, denn als ich mich als frischgebackene Journalistin dazu entschied, mir noch ein zweites berufliches Standbein zuzulegen, wusste ich noch nicht welche Leidenschaften da noch in mir schlummerten.

Kurz nach meinem Abschluss sagte mein Kopf: „Die Technik hat Zukunft, du bist erst 24, wenn nicht jetzt, dann nie! Studier‘ nochmal!“ Mein Herz darauf: „Vergiss‘ es, du hattest seit fünf Jahren kein Mathe mehr. Und fast jeder deiner Freunde geht einen geraden Weg: Studium, Abschluss, feste Anstellung. Bleib du mal bei deinen Buchstaben.“

Nach einer Job-Absage kurz vor Studienbeginn und Gesprächen mit Freunden war für mich dann aber entschieden, ich mach’s! Also nochmal „Ersti“ sein, diesmal an der TH Nürnberg. Mit dem Label „Zweitstudierende“ im Studiengang Media Engineering. Zumindest das Wort „Media“ weckte bei mir das Selbstvertrauen, es nicht gleich im ersten Semester zu verhauen.

Keine Angst vor Technik

Mittlerweile bin ich im vierten Semester und um einiges entspannter. Durch die Fächer Mathe 1, 2 und 3 habe ich mich erfolgreich durchgekämpft und dass ich jemals Code lesen und schreiben können würde, hätte ich mir damals noch nicht träumen lassen. Seit März absolviere ich nun mein Praxissemester in der DATEV. Meine Abteilung befasst sich mit dem Design und der Weiterentwicklung von TK-Services (unter anderem Telefonie, Mobility, Media, Messaging und Provider) für die DATEV-Mitarbeiter. In meinem Team beschäftigen wir uns zurzeit mit der Funktionserweiterung eines Secure Containers auf iOS-Geräten. Von der Steuerberatung und dem Kunden bin ich also recht weit entfernt, von der damals „gefürchteten“ Technik bin ich dafür umso mehr begeistert. Wegen meiner netten Kollegen und meiner motivierenden Patin war es allerdings auch nicht sehr schwer, sich wohl und integriert zu fühlen. Von Anfang an wurde mir zugetraut selbstständig zu arbeiten und Aufgaben zu übernehmen.

Während meines ersten Praxissemesters in Berlin begleitete ich Whiskey-Tastings oder führte Interviews mit Bartendern für ein Special-Interest Magazin für Barkultur. Heute, fünf Jahre später, beschäftige ich mich mit sicheren Containerlösungen für iOS-Geräte und schnuppere Unternehmensluft. Dass ich an beidem Spaß habe, beweist mir, dass beide Studiengänge die richtige Entscheidung waren.

Als Journalistin im Unternehmen

Und auch meine scheinbar unumstößlichen Ideale („Journalisten machen keine PR/Unternehmenskommunikation!“) sind positiv erschüttert worden. Für meine Abteilung übernehme ich zu einem großen Teil die Kommunikation im Intranet.  Ich schreibe für verschiedenste Projekte Beiträge in den SharePoint-Blogs, um auf unsere Fortschritte aufmerksam zu machen. Als interner Dienstleister entwickeln wir schließlich Lösungen für den DATEV-Mitarbeiter. Eine tolle Gelegenheit waren die Schnuppertage in der Abteilung, die für das Corporate Publishing der DATEV verantwortlich ist. Hier konnte ich mich davon überzeugen, dass eine Redaktionskonferenz in einem Unternehmen gar nicht mal so anders abläuft, als in einer journalistischen Redaktion und auch hier die Leidenschaft für das Schreiben ganz oben steht.

Meine technischen Interessen in der Praxis anzuwenden und gleichzeitig mit meinen kommunikativen Skills in der Abteilung etwas beizutragen, macht dieses Praktikum einzigartig und zu einer spannenden Herausforderung. Ab August werde ich mein Team für ein weiteres Jahr unterstützen. Ich denke, es spricht für sich, dass ich jeden Morgen gerne in die Arbeit gehe!

Über den Autor

Inka Klein

Inka Klein

unterstützt ihr DATEV-Team seit November 2016 als Werkstudentin. Momentan absolviert sie hier ein technisches Praktikum im Studiengang „Media Engineering“. Vor ihrem Kopfsprung in die Welt der Zahlen war sie zwischen Buchstaben und Kommata heimisch: 2015 machte Sie ihren Hochschulabschluss in „Ressortjournalismus“. Ihre Liebe zum Schreiben und zu ausgefallen Drinks festigte sich in der Zeit als Redakteurin bei einem Magazin für Barkultur in Berlin.