Interviewserie 3 3/4 Fragen

Interview mit Mario Ciarmoli

von am Montag, 12 November 2018
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Um den Arbeitsalltag unserer Kollegen darzustellen, starten wir eine neue Video-Interviewserie – 3 ¾ Fragen. Manchmal reichen 3 ¾ Fragen einfach nicht aus, um alle Fragen zu beantworten. Daher führen wir das Interview an dieser Stelle als Blogbeitrag fort.

Manch einer wird sich fragen, warum 3 ¾ Fragen? Dahinter steckt ein ganz einfacher Gedanke. Im Format werden drei fixe Fragen gestellt, die sich mit dem Interviewten oder seinem Aufgabenfeld beschäftigen. Die ¾ Frage, also die letzte Frage, wird etwas privater und emotionaler.

Unser erster Interviewpartner ist Mario Ciarmoli. Er ist Einkäufer bei DATEV. Welche Aufgaben er täglich erledigen muss, beantwortet er in unserem Video und hier.

Beschreibe die DATEV mit drei Worten.

Fordernd, fördernd, fair.

Gibt es etwas, was du neuen Kollegen im Einkauf, mit auf den Weg geben würdest?

Am Weltgeschehen teilhaben und viele Nachrichten und Branchennews aufsaugen. Denn man ist viel im Gespräch mit Lieferanten und sollte über den gängigen Smalltalk hinaus möglichst immer einen Informationsschritt voraus sein, wenn man als Großkunde gut geschulten Verkäufern gegenübersteht. Und zweitens: immer den Markt im Auge behalten. Marktbeobachtung ist sehr wichtig, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und davon profitieren wir als Einkäufer.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Einkauf bei DATEV aus?

Die Digitalisierung hat auch auf den Einkauf große Auswirkungen. Ein simples Beispiel ist die digitale Unterschrift. Statt Unterschriftsmappen für diverse Dokumente in den Umlauf zu geben, vereinfacht zukünftig ein elektronischer Workflow. Aktuell läuft ein Projekt, in einem zentralen Portal alle Anforderungen im Haus abzudecken. Hier passt das Stichwort „Amazonisierung“. Der Kunde möchte mit möglichst wenig Klicks sein gewünschtes Produkt finden und bestellen. Für die Einkäufer bedeutet das, mehr Zeit für strategische Themen zu haben. Des Weiteren haben wir bereits ein automatisiertes Rechnungsverfahren. Das erspart Lieferanten, viele Einzelrechnungen zu senden. Jetzt geschieht das automatisch nur einmal im Monat. So kann jeder an der Digitalisierung mitwirken, angefangen bei kleinen Dingen, wie Drucker in den Büros zu reduzieren, bis zu großen Projekten.

Du modelst noch nebenbei – haben dich Kollegen schon mal darauf angesprochen?

Klar, deswegen habe ich immer Autogrammkarten in der Tasche parat. Nein, im Ernst, so oft passiert das nicht, aber wenn, dann oft gefolgt von der Frage, ob sie über mich Prozente für die beworbenen Produkte bekommen. Oder ganz nett, in einem Werbevideo gibt es eine Szene, in der ich den Ehemann spiele und nach einer zweitägigen Geschäftsreise früh nach Hause komme und mich zu meiner Frau und meinem Kind an den Frühstückstisch geselle, ohne ihr einen Begrüßungskuss zu geben. Wahnsinn, wie oft ich gefragt werde, warum ich dies nicht getan habe. Der Grund ist einfach, es stand nicht im Drehbuch.

 

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