Zwischen Blackberry und iPhone – „Ich schreibe meine Bachelorarbeit bei der DATEV“

von am Dienstag, 25 August 2015
Diesen Beitrag teilen:
4 Kommentare

Als ich ihr gesagt habe, dass ich sie gerne interviewen möchte, wollte sie natürlich wieder nicht. Sie ist einfach zu bescheiden, meine kleine Schwester. Dabei ist sie so intelligent, dass sie morgens am Küchentisch mal eben schnell mit mathematischen Formeln errechnet, mit welchem Mischverhältnis der perfekte Latte Macchiato entsteht. Verena ist 22 Jahre alt und schreibt bei DATEV ihre Bachelorarbeit zum Thema „Analyse von Secure Apps zur sicheren Integration von PIM-Daten in das Unternehmensumfeld“. Kommafehler und stilistische Feinheiten darf die große Schwester dann korrigieren – bei knapp 200 Seiten gar keine so kleine Herausforderung.

Wie auch immer, hier das Ergebnis meines Gesprächs mit ihr…

Erzähl doch erstmal, was Du genau studierst.

„Ich besuche den Studiengang Media Engineering an der Technischen Hochschule in Nürnberg und bin jetzt im achten Semester.“

Wie bist du denn auf die Idee gekommen, deine Bachelorarbeit in Kooperation mit der DATEV zu schreiben?

„Als ich mir Gedanken über meine Arbeit gemacht habe, bin ich schnell auf die Idee gekommen, mich dafür in einem Unternehmen zu bewerben. Mein Studium beschäftigt sich sehr viel mit der Softwareentwicklung und da DATEV eines der größten Softwarehäuser in der Umgebung ist und ich gehört hatte, dass dort die Betreuung so super sein soll, habe ich mich bei DATEV beworben.“

In welcher Abteilung bist du dann gelandet und was für ein Aufgabengebiet betreut sie?

„Die Abteilung, für die ich arbeite, beschäftigt sich mit der ITK-Technik und alles rund um Mobility und Mobilfunk. Die Kollegen kümmern sich zum Beispiel um die internen Telefonanschlüsse der DATEV-Mitarbeiter oder auch um die Ausgabe und Einrichtung von Geschäftshandys.“

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was für ein Thema Du in dieser Abteilung behandelst. Kannst Du einen kleinen Überblick über Deine Arbeit geben?

„Die DATEV besitzt Blackberrys, die sie ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Diese Geräte sind sehr wichtig, denn für viele Mitarbeiter, zum Beispiel Angestellte im Außendienst, ist es essentiell, dass sie ihre Emails und Termine auch von unterwegs abrufen können.

Das Smartphone wird immer mehr zum Mittelpunkt im Geschäftsleben und so steigen auch die Anforderungen an die Geräte. So sind in den letzten ein bis zwei Jahren zahlreiche neue Anbieter mit Lösungen auf dem Markt gekommen, mit deren Apps ein sicherer Bereich auf dem Gerät eingerichtet werden kann und die Datensicherheit sowie der Schutz der Privatsphäre ist gewährleistet. Ich schaue mir diese verschiedenen Apps genau an und prüfe, welche Vor- und Nachteile sie jeweils vorweisen und welche für eine Nutzung durch die DATEV in Frage kommen.“

Wie sieht denn Dein Arbeitsalltag aus?

„Natürlich habe ich regelmäßig einmal in der Woche einen Jour-fix mit meinem Betreuer, Herrn Vespermann. Zusätzlich darf ich auch an der Wochenbesprechung des Teams teilnehmen, damit ich informiert bin, welche Themen in der Abteilung gerade auf der Agenda stehen.

Manchmal treffe ich mich auch mit externen Mitarbeitern von anderen Firmen, die ihre Lösungen für den Einsatz in der DATEV geeignet halten. Bei fachlichen Fragen wende ich mich entweder an meinen Betreuer oder ich vereinbare ein Treffen mit dem Teamleiter, Herrn Fischer.

Ansonsten recherchiere ich sehr viel. Da ich die Anwendungen auf dem Handy testen muss, bin ich immer mit den neuesten Smartphones ausgestattet. Für Anwendertests suche ich mir gerne Testpersonen in meiner Abteilung.“

Wie oft in der Woche kommst du denn in die Firma und kann man auch von daheim aus arbeiten?

„Ich komme wirklich fünf Mal die Woche in die DATEV. Man kann auch von daheim aus arbeiten, aber ehrlich gesagt, bin ich im Büro viel motivierter und werde auch weniger abgelenkt. Einen Ansprechpartner habe ich außerdem immer in der Nähe und für die DATEV ist es auch wichtig, dass ich Teil der Abteilung bin, so lange ich hier arbeite. Im Unternehmen habe ich einen festen Arbeitsplatz und es gibt auch ein Rückzugsbüro, das ich nutzen kann, wenn es mir im Büro mal zu laut sein sollte.“

Würdest Du die Kooperation mit der DATEV empfehlen?

„Auf jeden Fall. Die Arbeit hier ist interessant und abwechslungsreich, ich bekomme einen Einblick in die Firma und habe viel Praxisnähe. Die Kollegen sind alle sehr nett und haben mich gleich ins Team aufgenommen. Und natürlich gibt es auch ein bisschen Geld, da freuen wir Studenten uns natürlich auch.“

Was ist besonders wichtig, um die Bachelorarbeit mit Erfolg abzuschließen?

„Es ist wichtig, dass man das Thema am Anfang nicht zu eng fasst. Man sollte sich immer einen Rahmen stecken, trotzdem aber flexibel bleiben, da man oft erst bei der Recherche merkt, wo es hingehen soll. Mein Teamleiter, Herr Fischer, hat mir außerdem geraten, mir einen Zeitplan zu erstellen – ein wichtiger Hinweis! So weiß ich immer, wo ich gerade stehe und bin viel ruhiger.“

Welche Pläne hast Du nach dem Abschluss Deines Bachelors?

„Ich möchte nach dem Bachelor noch einen Master anschließen und habe mich in Bamberg, Amberg, Jena und Ilmenau  beworben. Und wer weiß… Vielleicht will mich ja die DATEV dann noch ;)“

 


Letzte Woche hat meine Schwester ihre Arbeit in der Technischen Hochschule abgegeben. Nun darf sie sich in Südengland ein wenig erholen, bevor es wieder ans Studieren geht.

Ich würde mich natürlich freuen, mit meiner Schwester nach dem Master wieder im gleichen Unternehmen tätig zu sein und wünsche ihr für den Abschluss ihrer Arbeit und das Masterstudium alles erdenklich Gute.

Über den Autor

Kerstin Rockenmaier

hat im September 2014 eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing bei der DATEV begonnen. Vor ihrem Eintreten in die „grüne Welt“ hat sie ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert – nun darf sie bei der DATEV arbeiten (und das ist auch gut so), die Liebe zum Schreiben ist ihr aber dennoch erhalten geblieben.