Wie passend: Eine BWL-Studentin in der Welt der Technik

von am Donnerstag, 7 Mai 2015
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Als „BWLer“ in einer technischen Abteilung arbeiten? Das ist eher ungewöhnlich. Dass das aber möglich ist, zeigt ein Beispiel von Katharina Vornehm. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt BWL an der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg. Seit Juli 2013 ist sie in der DATEV im Produktions-Bereich als Werkstudentin beschäftigt.

BWL-Studium und technischer Bereich, wie kam es dazu?

Im Bewerbungsgespräch hat mich mein jetziger Teamleiter, Herr Fischer, gefragt, ob ich es mir zutraue in einem technischen Umfeld zu arbeiten. Anfangs war ich natürlich ein wenig unsicher, ob ich den Erwartungen gerecht werden würde. Dennoch freute ich mich auf die Herausforderung und nahm sie an.

Zu Beginn war wirklich alles sehr neu für mich, doch meine Kollegen haben mich gut unterstützt. Mir wurden die technischen Themengebiete ausreichend erklärt, damit ich einen guten Einblick über die Zusammenhänge bekommen konnte. Natürlich musste ich auch Eigeninitiative zeigen und mich über Unbekanntes informieren.

Darüber hinaus habe ich mich in die organisatorischen Themengebiete unserer Abteilung eingearbeitet. Das Ziel war es, mein betriebswirtschaftliches Hintergrundwissen und die entsprechende Betrachtungsweise mit einbringen zu können. Nicht nur ich sollte von der Konstellation profitieren, sondern ebenso natürlich unsere Abteilung.

In welche Aufgabenbereiche bist du aktuell eingebunden?

vornehm_im_ArtikelHeute bin ich für die Anfertigung von anwendergerechten Dokumentationen sowie Anleitungen zuständig, unterstütze bei organisatorischen Planungen und treibe die Anpassung unserer Dokumentation der ITIL-Prozesse voran. Dabei komme ich häufig mit technischen Fragestellungen und Begriffen in Berührung.

Wie hat sich deine Werkstudententätigkeit ausgewirkt?

Ich würde sagen, dass sich meine Werkstudententätigkeit durchwegs positiv ausgewirkt hat. Meine Abteilung kann von meinem betriebswirtschaftlichen Background profitieren. Wenn man in einem Bereich ein tiefes technisches Verständnis besitzt, ist es oft schwer, sich in den Anwender hineinzuversetzen. Dieser will die Technik nutzen, ohne sich intensiv damit zu beschäftigen und die technischen Hintergründe sind häufig nicht interessant. Insbesondere hierbei kann ich bei Fragen rund um das Anwenderverständnis unterstützen. Außerdem kann betriebswirtschaftliches Denken in allen Unternehmensbereichen von Vorteil sein. Vor allem auch an der Schnittstelle zu anderen Abteilungen.
Ich persönlich konnte mich durch die Arbeit bei DATEV weiterentwickeln. Auch die Wahl der Studienbereiche wurde durch meine Tätigkeit in der DATEV stark beeinflusst. Aktuell schreibe ich über „Den Einfluss moderner Informationstechnologien auf den Steuerberatungsmarkt“ am Lehrstuhl von Prof. Scheffler meine Bachelorarbeit. Auch in diesem Thema zeigt sich die lieb gewonnene Kombination aus Betriebswirtschaft und Technik.

Was gibt es sonst noch Wissenswertes über Dich?

Ich bin leidenschaftlicher Fußball-Fan und spiele auch selbst seit ich 9 Jahre alt bin. Letztes Jahr hab ich mir eine Herausforderung gesucht. Ich spiele nun für die SpVgg Greuther Fürth in der Frauen Bayernliga und wohne seitdem auch in der Fürther Innenstadt. Neben den kurzen Wegen zum Training und zur DATEV finde ich es auch super, ohne großen Anfahrtsweg lokale Veranstaltungen und Musikevents zu besuchen … 😉

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß in Deiner Abteilung!