Das Experiment – Wenn Azubis Praktikanten betreuen

von am Mittwoch, 11 November 2015
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Was passiert, wenn man die engagierten JUBIT-Azubis damit beauftragt, sich eine Woche um Schülerpraktikanten zu kümmern? Kann das gut gehen?

Zugegeben, ein wenig chaotisch lief es bei uns in der JUBIT vor dem Eintreffen unserer Schützlinge schon ab. Das lag unter anderem wahrscheinlich auch daran, dass zwei von unseren aktuell sechs Mitgliedern der JUBIT in der Woche vor dem Showdown ihren wohlverdienten Urlaub genossen haben.
Nichtsdestotrotz: Die Auswertung unserer Feedbackbögen hat gezeigt: Wir haben das Ding gerockt!
Aber beginnen wir doch ganz am Anfang…

Montag, 2. November 2015 – Wir sind bereit!

Michael, förmlich und äußerst vorbildlich gekleidet, in Anzug und Schlips (nicht zu IMG_6874vergessen das farblich abgestimmte Einstecktuch), war es bestimmt, unsere Praktikanten in der grünen Welt willkommen zu heißen. Und diese Aufgabe nahm er sehr ernst. Nachdem wir ein kleines Willkommens-Spiel mit den Zukunftsträgern absolviert hatten, bei dem das ein oder andere Gummibärchen verspeist werden durfte, widmeten wir uns zunächst den sozialen Spielregeln des Berufslebens und lernten, dass das Tragen eines Bartes jeglicher Art im Berufsleben gestattet ist. Ausnahme: Mann pflegt einen gut gedüngten Wildwuchs oder es finden sich noch Essensreste der letzten Woche in besagter Gesichtsbehaarung.
Gut gestärkt vom vorzüglichen und viel gelobten Essen im Casino, legte Ricardo am Nachmittag mit seiner Datenschutzschulung los – und die hatte es in sich. Selten haben unsere Praktikanten (laut eigenen Aussagen) einen ähnlich enthusiastischen Vortrag erlebt!

Dienstag, 3. November 2015 – Der Tag nach der „tollen Datenschutzschulung“

Ähnlich motiviert wie in der Datenschutzschulung hatte sich Ricardo auch schon in der Woche vorher gezeigt. Er zerlegte zahlreiche Computer in ihre allerkleinsten Bestandteile und präsentierte sie am Dienstag stolz seinen IT-Schützlingen, die sich wiederum im sehr zeitaufwändigen Zusammenbau der technischen Geräte beweisen durften. Die Kauffrauen und -männer mit der Vorliebe für das Telefonieren verbrachten den Vormittag in der Outbound-Abteilung und lauschten gespannt den Kolleginnen und Kollegen, die sich nach dem Wohlergehen unserer Kleinstkunden erkundigten.
Am Nachmittag war bei den Kaufleuten noch einmal Eigeninitiative gefragt. Nach einer kleinen Telefonschulung griffen sie zum Hörer, bzw. zur Handcreme und versuchten, eben diese an die pflegebewusste Frau und den von rauen Händen geplagten Mann zu bringen. Des Weiteren gab es andere spannende Objekte der Begierde zum Verkauf: Neben Klassikerin wie einem Glätteisen wurde auch ein brandneuer Rollator zum Verkauf angeboten.
Währenddessen ging bei den IT-lern das Licht aus. Die lichtscheuen Zeitgenossen programmierten wie die Wilden und am Ende der Woche lässt sich sagen: Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Mittwoch, 4. November 2015 – HTML, CSS und die neusten Entwicklungen auf dem Getränkemarkt

Wenn Sie denken, in der Mitte der Woche kam ein kleines Tief, irren Sie sich aber gewaltig! Es gab nämlich einen neuen Auftrag: „Gründet eure eigene Firma“. Während die IT-ler mit HTML und CSS die ausgefallensten Webseiten programmierten, betätigten sich die Kaufleute an der Gründung eigener Unternehmen. In diesem Zuge konnten sich die Praktikanten für farbveränderbare Zahnpasta, neuste Handymodelle und selbstbedruckbare Getränkedosen begeistern. Die Ergebnisse des Brainstormings wurden auch prompt den IT-lern präsentiert, die sich in den folgenden Tagen mit der Umsetzung der Firmenideen ihrer kaufmännischen Mitpraktikanten auseinandersetzten.

Donnerstag, 5. November – Die Welten treffen aufeinander…

Am Donnerstag war Teamarbeit gefragt! Wider Erwarten gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen Kaufmännern und IT-lern trotz der sehr unterschiedlichen Interessen sehr inspirierend für alle Beteiligten. Diskussionen wurden geführt, Meinungen ausgetauscht und gemeinsam Lösungen erarbeitet. Unsere Schützlinge waren sogar so ambitioniert, dass sie die Zeit am Nachmittag ganz vergaßen und am liebsten ihre Klappcouch in der DATEV aufgeschlagen hätten. Wir haben sie dann aber doch überredet, rechtzeitig in den Feierabend zu gehen. Schließlich stand für uns als JUBIT jeden Tag noch eine kleine Nachbesprechung des Tages an.

Freitag, 6. November – Nicht nur „Spitzenbetreuer“, sondern auch Spitzenpraktikanten!

Von Ricardo groß angekündigt, hielten sie am Freitagvormittag Einzug: Die Abschlussgespräche! Wir haben uns bei der Vorbereitung sehr große Mühe gegeben und haben es tatsächlich geschafft, unsere Praktikanten eine Woche lang zu beobachten, ohne dass diese unseren prüfenden Blick im Nacken gespürt haben.
Die Praktikantenwoche endete mit der gemeinsamen Vorstellung von Firmenidee und Umsetzung. Und wir müssen sagen: Hut ab, ihr habt das super gemacht!

Die JUBIT wünscht allen Praktikanten alles Gute für ihren weiteren Lebensweg. Ihr seid uns sehr ans Herz gewachsen und wir hoffen, den ein oder anderen vielleicht einmal bei der DATEV begrüßen zu können.

Über den Autor

Kerstin Rockenmaier

hat im September 2014 eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing bei der DATEV begonnen. Vor ihrem Eintreten in die „grüne Welt“ hat sie ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert – nun darf sie bei der DATEV arbeiten (und das ist auch gut so), die Liebe zum Schreiben ist ihr aber dennoch erhalten geblieben.