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Passen die Farben GRÜN, GELB, ROT und SCHWARZ zusammen?

von am Freitag, 15 Juli 2016
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Bei mir ganz wunderbar! Zur Erklärung: Ich bin Fußballschiedsrichter. Die Bedeutung der Farben Gelb und Rot liegt da auf der Hand, aber was hat Schwarz damit zu tun?
Dazu müssen wir zurück in die Zeit der Anfänge des Fußballs, genauer gesagt in das Jahr 1874, als die Pioniere des Fußballs in England noch mit einem schweren handgenähten Lederball spielten, der sich bei Regen schön vollgesaugt hat und dadurch nicht mehr so einfach zu kontrollieren war. Damals trugen die Schiedsrichter noch keine Funktionsklamotten von Adidas und Co., sondern schwere schwarze Uniformen mit Hemdkragen (es gibt zudem in den offiziellen Fußballregeln eine Regel, die besagt, dass die Farbe Schwarz dem Schiedsrichter vorbehalten ist). Seit diesem Zeitpunkt sind die Schiedsrichter im Fußball als „Schwarzkittel“ oder auch „die Schwarzen“ bekannt.

Nun zu Grün, aber da muss ich bei DATEV wohl nicht erklären, wieso ich diese Farbe gewählt habe. Ich bin seit September letzten Jahres bei DATEV und seit Anfang 2009 Schiedsrichter. Jetzt fragen Sie sich sicher: „Wie passt der Job bei einer IT-Firma und solch eine vermeintlich undankbare Tätigkeit zusammen?“ Die beiden Dinge ergänzen sich in meinem Leben sehr gut und sind auch in gewisser Hinsicht miteinander verbunden. Die Erfahrungen, die ich dort sammle, wirken sich auf beiden Tätigkeiten positiv aus.

Schiri, wir wissen wo dein Auto steht!

Der Schiedsrichterei werden häufiger eher negative Aspekte zugeordnet, ganz nach dem Motto: Beschimpft, bespuckt, geschlagen – heute kein Spiel! Das ist jedoch tatsächlich nicht so oft der Fall. Ich persönlich wurde noch nie tätlich angegriffen. Beleidigt wurde ich tatsächlich schon im Eifer des Gefechts, das sind jedoch meist nur Emotionen, die nach dem Spiel wieder verflogen sind und Schiedsrichter & „Übeltäter“, im Idealfall, danach wieder zusammen friedlich im Vereinsheim sitzen und ein Kaltgetränk ihrer Wahl zu sich nehmen. Da gibt es sicher auch Chaoten, mit denen man nicht vernünftig reden kann und die deutlich über die Stränge schlagen, das darf der Schiedsrichter natürlich nicht akzeptieren und muss mit der entsprechenden Konsequenz handeln, sodass sich unter Umständen ein Sportgericht im Nachhinein einschalten muss.

Lässt man die negativen Dinge außer Acht, dann macht es einfach super viel Spaß: Das Hobby „Schiedsrichter“ ist eine unglaubliche Bereicherung für meine Persönlichkeit. Man lernt, mit Konfliktsituationen umzugehen, auch deeskalierend auf die Spieler und Trainer einzuwirken, im Notfall ein Machtwort zu sprechen und im Team zu arbeiten. Außerdem habe ich die Möglichkeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und Altersstrukturen zusammen zu sein. Und das Beste daran: Ich bin dabei auch noch an der frischen Luft und mache etwas für meine Fitness und Ausdauer.

Keine gelben Karten für Kunden

Diese Dinge sind auch für meine Arbeit bei DATEV wichtig, da meine Heimatabteilung als Azubi das ContactCenter IT-Management ist. Hier leisten wir First Level Support für DATEVasp und DATEV-SmartIT. Sprich, ich habe dort viel Kundenkontakt. Hier gibt es unter anderem auch mal ein paar schwierigere Fälle (wenn die Kunden keine Probleme hätten, würden sie ja nicht anrufen), bei denen Fingerspitzengefühl und ein dickes Nervenkostüm ganz hilfreich sind. Zudem habe ich ab und zu Projektarbeiten, bei denen auch im Team gearbeitet werden muss, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Ich bin sehr froh, dass ich bei beiden Tätigkeiten von Zeit zu Zeit an meine Grenzen gehen kann, um mich konstant zu verbessern und Neues dazuzulernen.

Meine persönlichen Highlights als Schiedsrichter waren sicher bisher meine Einsätze im Ausland. Als internationaler Schiedsrichter durfte ich bereits in den Niederlanden, in Norwegen, in Frankreich und auf Zypern tätig sein. Dort habe ich viele ausländische Kollegen getroffen, mit diesen gemeinsame Herausforderungen bewältigt und von bzw. mit ihnen gelernt.
Ich erinnere mich da speziell an einen netten Kollegen, mit dem ich auf Zypern zusammen gepfiffen habe, der bei sich daheim in der Slowakei in der zweiten Liga unterwegs ist und bei dem ich im gemeinsamen Match Schiedsrichter-Funk und Funkfahnen benutzen durfte. Da fühlt man sich in dem Moment schon sehr besonders und professionell, weil solche technischen Hilfsmittel in Deutschland meist erst ab den höheren Ligen (Regionalliga aufwärts) benutzt werden.

Als Schiedsrichter bin ich also bereits schon einige Zeit dabei und habe schon viele Dinge erlebt, wohingegen meine Reise bei DATEV gerade erst begonnen hat. Ich freue mich auf meinen weiteren Weg und viele interessante Dinge im Unternehmen!

Über den Autor

David Herzig

Ist seit September 2015 Auszubildender zum IT-Systemkaufmann bei DATEV. In seiner Freizeit widmet er sich seinen Freunden, geht mit ihnen ins Kino, zum Fußball oder zum Sport.
Mit viel Hingabe betreibt er auch sein Hobby als Schiedsrichter beim Bayerischen Fußballverband.