Bimodale IT in der internen IT-Organisation

Auch als Werkstudentin mittendrin

von am Mittwoch, 4 Oktober 2017
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Fünf Monate sind wie im Flug vergangen. Nachdem mein Praktikum seit Ende Juli vorbei ist, arbeite ich jetzt als Werkstudentin in „meiner“ Abteilung für Telekommunikations-Services. Andere Rolle, gleiche Aufgaben könnte man meinen, aber etwas hat sich schon geändert.

Statt der 40-Stunden-Woche in der ich kurz vor Feierabend auch mal Aufgaben auf den nächsten Morgen verschieben konnte, bin ich jetzt nur noch zwei bis drei Mal in der Woche an meinem Arbeitsplatz und genieße in der restlichen Zeit meine Semesterferien. Das heißt aber auch, dass ich an Tagen, an denen ich nicht da bin, manche Dinge verpasse und mich immer auf dem aktuellsten Stand halten muss. Das Tagesgeschäft geht weiter, die Basis muss laufen.

Gleichzeitig bin ich noch immer in Projekte eingebunden, die sich über längere Zeit erstrecken und an denen auch mal kurzfristig mehr gearbeitet wird. Der Anwendereinbezug erfordert spontane Reaktionen, die über tägliche To-Dos hinausgehen. Hier arbeite ich mit meinem Team agiler und unterschiedlicher je nach Bedarf.

Als ich bei DATEV anfing, war in den ersten Tagen bereits allgegenwärtig, dass sich das Unternehmen die digitale Transformation auf die Fahnen geschrieben hat. Neben den klassischen IT-Aufgaben die im Interesse der Kunden sorgfältig geführt werden müssen, gibt es in meinem Bereich eben auch Projekte, die proaktiv und kundenorientiert vorausdenken und das Gesamtunternehmen aktiv mitgestalten. In meiner ersten Woche tauchten auch viele Fremdwörter und Fachbegriffe auf, die ich erstmal zuordnen musste. Schnell fiel auch der Begriff „Bimodale IT“, 2014 von der Gartner Group geprägt, der die oben beschriebene Aufteilung der internen IT-Organisation umfasst.

Dass ich diesen Begriff schnell einordnen konnte, ließ meine Schweißperlen trocknen. Dass ich wenig später ganz konkret an dieser Organisationsform mitarbeiten würde, wusste ich da allerdings noch nicht.

Auf der Überholspur für den Anwender

Mein Team beschäftigt sich mit allen Mobility- und Messaging-Themen für die DATEV-Mitarbeiter. Täglich wird sichergestellt, dass Endgeräte ausgeliefert oder über einen Client administriert werden und bei Problemen Hilfestellung an der Service-Hotline geleistet wird. Unter dem Banner der traditionellen IT ist das Ziel die Stabilität und Zuverlässigkeit und der Fokus auf das System – man könnte sich dazu einen Frachter vorstellen, der seine Ladung regelmäßig sicher zum Ziel bringt.

Gleichzeitig bin ich Mitglied eines Projekts das sich mit der Funktionserweiterung des Secure Containers auf DATEV-iOS-Geräten beschäftigt. Gestartet wurde mit einer „80%-Lösung“ der Funktionsvielfalt, damit iPhone und iPad so schnell wie möglich dienstlich einsetzbar sind. Dem Sicherheitsaspekt wird gleichzeitig allerdings immer hundertprozentige Aufmerksamkeit gewidmet.

Weitere Funktionen kommen nach und nach hinzu. Was dazu kommt entscheidet der Anwender mit. Er wird aktiv miteinbezogen, um herauszufinden, was wirklich benötigt wird und wo das Team zuerst anpacken sollte. Hier steht die agile IT im Vordergrund – benutzerorientiert, flexibel, innovativ mit kurzfristigem Planungshorizont. Wie ein Speedboat, kann bei Bedarf auch auf schnellem Weg Ladung in den Hafen gebracht werden.

Für digitale Transformationsprojekte dieser Art wurde in der ganzen DATEV eG eine Art Überholspur geschaffen. Damit sich beide Gruppen – traditionell und agil – dann trotzdem im selben Ziel wieder treffen, halten sich zum Beispiel in unserem Team alle gegenseitig auf dem Laufenden. Auch um zu prüfen ob die innovativen Ideen in den laufenden Betrieb integriert werden können.

Auch wenn wir die Maßnahmen für die digitale Transformation benennen wollen, müssen wir ab und zu doch mal einen Umweg nehmen oder erkennen, dass die Abzweigung eine Sackgasse war. Die digitale Transformation kann man eben nicht planen, sie findet schon seit längerem statt und DATEV ist mittendrin.

 

Über den Autor

Inka Klein

Inka Klein

unterstützt ihr DATEV-Team seit November 2016 als Werkstudentin. Momentan absolviert sie hier ein technisches Praktikum im Studiengang „Media Engineering“. Vor ihrem Kopfsprung in die Welt der Zahlen war sie zwischen Buchstaben und Kommata heimisch: 2015 machte Sie ihren Hochschulabschluss in „Ressortjournalismus“. Ihre Liebe zum Schreiben und zu ausgefallen Drinks festigte sich in der Zeit als Redakteurin bei einem Magazin für Barkultur in Berlin.