Ein Erfahrungsbericht

Wenn Arbeiten im Homeoffice zum Dauerzustand wird

von am Dienstag, 14 April 2020
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Die Möglichkeit, auch ab und an mal aus dem Homeoffice zu arbeiten, empfand ich immer als einerseits sehr wertschätzend seitens der DATEV, andererseits als wertvolle Zeit, in der Arbeit, welche die Tage vorher aufgrund von Meetings und Terminen im Büro liegen geblieben ist, in Ruhe abgearbeitet werden kann. Dass die Arbeit im Homeoffice aber mal zum Dauerzustand werden wird, hätte ich so vor einigen Wochen noch nicht für möglich gehalten.
Zu Beginn der Zeit, die dann doch für einige viele Wochen andauern sollte, fiel es mir tatsächlich schwer, Arbeit und Freizeit zu trennen. Ein paar Tage war es doch hauptsächlich die Arbeit, die den Tag bestimmte, der Laptop blieb einfach an und ich arbeitet alles, was so reinkam, nach und nach ab. Schnell wurde mir bewusst, auch hier muss nun eine Routine geschaffen werden, die auch dieser besonderen Zeit zumindest ein wenig Struktur zurückgab. Das hieß frühes Aufstehen, frühstücken, Laptop an, den Arbeitstag starten, abends abschalten, Sport machen, mit Freunden und Familie telefonieren. Positiv empfand ich die Tatsache, dass ich zwecks des fehlenden Weges zur Arbeit in dieser Zeit, morgens oder abends, die tägliche Sporteinheit integrieren konnte.

Mein Arbeitsalltag – auch im Homeoffice ist Routine das A und O

Der Arbeitsalltag läuft nun glücklicherweise ähnlich ab wie im Büro selbst. Unsere tägliche Teamrunde um 10:00 findet auch virtuell einwandfrei statt, wir haben sogar noch mehr Themen, über die wir hier gemeinsam sprechen und uns austauschen. Und auch die anderen Termine mit den engsten Kollegen, aber auch abteilungsübergreifend, füllen meinen Kalender und ich kann all meine Projekte so weiterführen wie gehabt. In meiner Arbeit als Social Media Managerin ändert sich im Homeoffice wenig. Die aktuelle Zeit bedingt sicherlich, dass die externe Kommunikation kritischer und vor allem sensibler von unseren Followern betrachtet wird. Schneller wird hier mit entsprechenden Kommentaren reagiert, zahlreiche Fragen zur derzeitigen Lage füllen die Kommentarfelder unter unseren Posts und für uns ist mehr denn je oberste Priorität, so schnell es geht auf diese einzugehen und unsere Abonnenten mit den entsprechenden Informationen auf den neusten Stand zu bringen.

Kleidung im Homeoffice vs. Bürokleidung

Von vielen meiner Freunde habe ich gehört: „Das Angenehme ist, dass man sich jetzt tagsüber gar nicht mehr schick machen muss, es sieht einen ja eh keiner“. Das habe ich dann doch etwas anders gehandhabt. Meine Homeoffice-Kleidung gleicht meiner Alltagskleidung, die ich auch im Büro tragen würde. Man fühlt sich einfach besser, macht man sich nach wie vor jeden Morgen zurecht und zieht sich etwas Ordentliches an.

Auf persönlichen Austausch darf nicht verzichtet werden

Was ich wirklich genieße, sind die virtuellen Treffen mit meinem Team auch abseits der Arbeit. So treffen wir uns bislang einmal die Woche an einem Abend online, der eine geht dabei spazieren, die andere sitzt auf der Terrasse und tauschen uns aus, lachen, schalten gemeinsam ab und sehen uns einfach mal wieder.
Und das ist es auch, was mir im Homeoffice, das nun länger als gedacht anhält, am meisten fehlt. Der persönliche Austausch mit den Kollegen, die gemeinsamen Mittagessen, die persönlichen Termine, das Wochenend-Update am Montagmorgen. In diesem Sinne, die Arbeit im Homeoffice möchte ich nicht missen, beschränkt sie sich auf eine bestimmte Zeit und man weiß, morgen oder nach dem Wochenende prägt der persönliche Austausch und Kontakt wieder den Arbeitsalltag.

 

Photo by Thomas Q on Unsplash

Über den Autor

Sinah Titzmann

ist 2019 als Social Media Managerin bei DATEV eingestiegen.