Ameisenstämme werden für Wettkampf trainiert

AntMe oder auch: Aus einem Kinder-„Spiel“ wird ernst!

von am Mittwoch, 20 Dezember 2017
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Tom Wendel hat vor 8 Jahren das lustige Programmierlernspiel „AntMe!“ entwickelt um Schüler und Studenten an die Programmierung heranzuführen. Kostenlos und einfach zu besorgen, kann so jeder zuhause einen Ameisenstamm programmieren, welcher möglichst effizient versucht Zucker oder Äpfel zurück ins Nest zu bringen.


… und was passiert wenn ein paar findige Studenten das Spiel in die Hand kriegen?
Genau! Sie machen einen Wettbewerb darin, wer die besseren Ameisen-Stämme programmieren kann und auf einmal kommen Themen wie „Deep Learning“ und künstliche Intelligenz mit aufs Spielfeld. Aus friedlichen ruhigen Ameisenstämmen werden auf einmal Krieger-Eliten gezüchtet und andere setzen wiederum auf blitzschnelle Sammler, die jedem Konflikt aus dem Weg gehen und schnellst möglichst alle Ressourcen des Spielfelds in das Nest zurücktragen.

Jährlich wiederkehrend findet diese Veranstaltung an der Technischen Hochschule Nürnberg statt und die Studenten bekommen zwei Wochen Zeit, ihre Ameisenstämme zu „trainieren“ und in einem unerbittlichen Wettbewerb gegeneinander antreten zu lassen. Normalerweise bestehen die Teams aus jeweils zwei Mitgliedern, doch diesmal gab es hauptsächlich Solo-Künstler, deren letzten zwei Wochen eng getaktet um die Entwicklung der besten Strategie waren.

Jeder Stamm trat mit Hin- und Rückrunde gegen einen anderen an und jeder hoffte die beste Strategie gewählt zu haben, … man merkte schnell wer eher der Sammler oder eher der Trickser war und welches Team aufgrund der Strategie OP war (Anmerkung: Over-Powered, einfach viel zu stark!).

Neben Sprüchen wie „Och nö, nicht Pinky schon wieder“ oder „Pinky nimmt das ganze Spielfeld ein“ (Anmerkung: Ja, Pinky hat am Ende auch tatsächlich den ersten Platz in sämtlichen Disziplinen gemacht) hatte auch die Konstellation „Beamer, Pizza und Getränke“ ein bisschen was von einem Fußball-Abend.

Pünktlich zur Siegerehrung hat sich dann auch noch ein Überraschungsgast gezeigt und unser Maskottchen Pixel betrat den Raum. Wie der Kollege aus BM14 so schön gesagt hat: „Pixel ist und bleibt halt unser Sympathieträger!“. Und das hat man wieder gemerkt: Unter Applaus gab es erst einmal ein paar High-Fives und nach jeder Preisverleihung wurden gleich fleißig Fotos mit Pixel gemacht.

Leider haben sich an diesem Tag im Vergleich zum Vorjahr weniger Studenten beteiligt und es gab auch weniger Zuschauer, denn mit noch mehr Leuten wäre die Stadion-Atmosphäre mit Sicherheit stärker aufgekommen. Aber es ist toll zu sehen, was dabei rauskommt, wenn man einfach einmal out-of-the-box denkt und einen solchen Wettbewerb veranstaltet.
Klasse Aktion, Weiter so!

Über den Autor

Thomas Bokkelkamp

Thomas Bokkelkamp

hat sein Studium in Bamberg 2014 abgeschlossen und nach spannenden zwei Jahren in einem internationalen Konzern, wurde er November 2016 Teil der DATEV-Familie und ist nun als Personalreferent im Recruiting tätig. Wenn er gerade nicht auf der Suche nach neuen Kollegen für die DATEV ist, verbringt er seine Freizeit gerne mit Freunden, Reisen, Motorradfahren, Musik oder auch einfach mal zocken und relaxen J.