Chancen ergreifen & neue Wege gehen

Von der Gastro ins IT-Management

von am Dienstag, 9 November 2021
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Vivian Kraus hat eine überaus wichtige Entscheidung für sich getroffen. Sie möchte die Abteilung wechseln. Aber nicht nur innerhalb ihres Aufgabengebietes. Nein. Vivian hat ihre Leidenschaft fürs Programmieren entdeckt. Allerdings war sie bisher in der Gastronomie tätig.

Nervös kommt sie am ersten Tag ins Büro. Alles ist neu. Die Aufgaben werden komplett andere sein. In der Gastro war der Arbeitsalltag klar: Vorbereitungsarbeiten und Kunden bedienen. Hier weiß sie nur, dass es am Computer ans Werk geht. Wie werden die Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung sein? Werde ich überhaupt verstehen, was sie mir zu erklären versuchen? Alles Fragen, die sie sich unweigerlich stellt. Zum einen frei in ihren Vorstellungen zu sein und genau deshalb doch in der Schwebe zu hängen – so fühlt sie sich, denn noch weiß sie nicht, was auf sie zukommt. Nur eines weiß sie: Dass sie schon immer mal in die Welt der IT-Profis eintauchen wollte. Und dass es heute soweit ist.

Gastronomie: der eigentliche Plan

Vivian Kraus war immer der Überzeugung, dass sie in der Gastronomie arbeiten möchte. Nach der mittleren Reife entschied sich die 28-Jährige für eine Ausbildung als Restaurantfachfrau und arbeitete eine Weile im gehobenen Gastronomiesektor im Schwarzwald. Doch das reichte der gebürtigen Oberfränkin nicht aus. „Ich wollte noch mehr aus meiner Ausbildung rausholen: So entschied ich mich meine Betriebswirtin im Feld Ernährungs- und Versorgungsmanagement an der Fachakademie Nürnberg zu machen“, erzählt Vivian.

Die Lebkuchenstadt hatte es ihr gleich angetan. Und zum Glück ließ der richtige Job auch nicht lange auf sich warten. Denn durch ihr betriebsgebundenes Praktikum verschlug es Vivian in die DATEV-Gastronomie. „Mir war gleich klar, hier gefällts mir, hier will ich bleiben“, erinnert sich die Wahlnürnbergerin. 2018 dann wurde Vivian als Verkäuferin im Bistro fest übernommen, sah sich aussichtsreichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten gegenüber.

Damals war sie sich sicher, ein neuer Standort in der Virnsberger Straße würde aufmachen, in dem sie mit ihren Qualifikationen durchstarten, stellvertretende Positionen einnehmen und sich mit ihren vielfältigen kreativen Ideen ausleben könne. Doch das Leben läuft nicht immer nach Plan.

Denn dann kam 2020. Corona-Pandemie. Beinahe die gesamte Gastronomiebranche ist am Boden. Restaurants, Hotels alle müssen schließen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch die Bistros und Casinos der DATEV blieben davon nicht verschont. Für Vivian heißt das: in sich gehen, überlegen, was das für ihre Zukunft bedeutet. Wie geht es weiter?

IT-Management: der neue Plan

„Ich wollte dranbleiben, mich weiterentwickeln und etwas dazulernen – ich bin noch voller TatendrangEin Foto von Vivian beim Interview und bereit neues zu lernen“, erinnert sich Vivian. „Leider habe ich keine Möglichkeit für mich gesehen, das in der Gastro zu tun.“ Aber glücklicherweise gibt es da einen großen Traum, den sich die 28-Jährige schon lange erfüllen möchte, aber nie die Gelegenheit hatte ihn weiter zu verfolgen. „Technische Fragestellungen und IT haben mich schon immer fasziniert! Deshalb wollte ich mir das IT Management (ITM) mal genauer anschauen.“

Also los zur internen Mitarbeiterberatung – denn eines ist sich Vivian sicher, die DATEV wird sie nicht mehr los: „Ich habe die DATEV als sehr arbeitnehmerfreundlichen Arbeitgeber kennen- und schätzen gelernt – hier fühle ich mich sicher und gut aufgefangen“, so die Oberfränkin. Vier Wochen Training on the Job – ein kleines Schnupperpraktikum in der Abteilung ihrer Wahl – zwischen Juni und Juli 2021 sollen es für Vivian am Ende werden.

Zurück zum ersten Tag im ITM: Erwartungen? Den Profis im Büro über die Schulter blicken, die Abteilung erleben und mehr in die technische Welt eintauchen. An mehr dachte Vivian gar nicht, als sie ihre Erkundungsreise durchs IT-Management antrat. Doch schon nach der ersten Woche ist sie im Homeoffice voll integriert und darf nach ihrer zweiten Woche sogar bereits kleinere Aufgaben erledigen. „Das hat mich wirklich umgehauen! Dass das Vertrauen in mich gleich da war, dafür bin ich sehr dankbar“, erinnert sich Vivian.

Klischees von gestern

Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr herzlich, offen, kompetent und helfen auch nach der x-ten Frage gerne weiter. Was Vivian wiederum ermutigt die Berührungsängste abzuschütteln. Sie findet weitere Aspekte an der Arbeit im IT-Management, die sie faszinieren und ist begeistert, wie gut sie alles versteht und welch positives Feedback sie auch von den Fachleuten bekommt. Ganz viel Lob gibt es vor allem für ihre cleveren Rückfragen. „Ich dachte, ich komme dort als unwissender Laie hin, aber ich wurde so freundlich aufgenommen und man hat alles so didaktisch easy für mich heruntergebrochen, dass ich mich nicht so gefühlt habe“, erzählt Vivian.

Das Klischee von eher schüchternen, sozial zurückgezogenen Computernerds aus dem Fernsehen? „Alles total veraltet. Im IT-Management sind echt coole Leute“, weiß Vivian.

Besonders gefallen ihr die Aspekte der Weiterentwicklung und des Fortschritts im Mittelpunkt der Arbeit. Alles wird digital. Computer, die man früher vor Ort einrichten musste, kann man jetzt im Büro oder Homeoffice für die Kundschaft bereit machen, erzählt die Wahlnürnbergerin.

Ab ins Studium

Nach dem Training on the Job muss Vivian erst einmal Abschied nehmen. Doch vielleicht nicht für immer. Denn sie weiß nun genau, dass sie ins IT-Management wechseln möchte. Und dafür studiert sie sogar nochmal – Media-Engineering. Sie bewirbt sich an der Technischen Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg und will nebenher als Werkstudentin die bereits lieb gewonnenen Kolleginnen und Kollegen im ITM Neukundenteam tatkräftig unterstützen. Im Juli ist das allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Es gibt einiges zu regeln. „Als Erstes musste ich die mehrwöchige Bewerbungsphase der TH bis zur Immatrikulation abwarten, das war eine spannende Zeit. Ich hatte so viel Motivation gleich weiterzuarbeiten und sofort mit dem Studium anzufangen, aber die Devise war: Abwarten und Tee trinken“, so die 28-Jährige.

Doch die Sorge war umsonst. Vivian wird angenommen, seit Oktober ist sie ihrem Traum ein bisschen nähergekommen. Jetzt heißt es Basiswissen aufbauen und eigene Aufgaben übernehmen. Alles sehr aufregend. „Eine gewisse Grundnervosität ist immer noch da – aber eher, weil ich mich so freue, das neue Kapitel aufzuschlagen“, meint Vivian.

Aber, was hat denn den finalen Ausschlag gegeben zu wechseln? Klar, das Training on the Job hat Vivian umgehauen und sie ist immer interessiert sich weiterzubilden und große Chancen zu ergreifen, wenn man sie bekommt. Der AHA-Moment kam im Gespräch mit anderen Studierenden. Dort merkt sie: Ihr Weg ist gar nicht so abwegig. Auch andere Werkstudierende bei DATEV kamen vorher aus den verschiedensten Branchen. „Da dachte ich: Wow, cool. Es geht nicht nur mir so. Es gibt Leute, die haben das schon mal erlebt und mit Bravour gemeistert. Das inspirierte mich richtig“, schwärmt die Hobby-Wanderin.

Homeoffice will gelernt sein

Natürlich wird ihr die Gastro fehlen. Vor allem der Kundenkontakt, die Riesenfamilie – wie Vivian es nennt – die man im Bistro geformt hatte. Oder auch ihre Kolleginnen, die alle hinter ihr stehen und sie bei ihrer Entscheidung unterstützen. „Das stärkt einem zusätzlich den Rücken!“ Privat lässt sie das Ernährungsmanagement nicht ganz los. Foodtrends werden definitiv weiterhin ausprobiert. Allerdings gibt es eine Sache, die sie am Bistro ganz und gar nicht vermissen wird: Das frühe Aufstehen. „Wenn man nicht um fünf oder sechs Uhr raus muss, ist man doch ein Ticken fitter“, sagt Vivian grinsend. Den Arbeitsalltag mit Homeoffice nach ihrem Gusto zu gestalten hält die Oberfränkin für einen großen Vorteil. Allerdings braucht sie noch ein wenig Übung, was die richtige Verpflegung in der Heimarbeit angeht. „Letztens ist mir doch glatt das Essen fürs Frühstück ausgegangen“, erinnert sie sich lachend.

Alles in allem ist Vivian überwältigt und dankbar, dass ihr diese Chance ermöglicht wurde. „Das ist überhaupt nicht selbstverständlich – ich hätte es mir bei einem anderen Unternehmen auch nicht vorstellen können“, findet die Wahlnürnbergerin. Allen anderen, die über eine Veränderung nachdenken rät sie, mutig zu sein, in sich zu gehen und den Schritt in eine neue Richtung zu wagen. „Meine Erwartungen hat’s jedenfalls übertroffen.“

Schaut auch gerne mal bei Vivians Reel auf Instagram @datevkarriere vorbei! 💚
#wirsindDATEV

 

Hier schreibt für euch:

Fabienne Acker

ist seit Februar 2021 Werkstudentin in der Unternehmenskommunikation bei DATEV. Nebenbei ist sie fleißig am Lernen für Ihren Master im Bereich PR- und Unternehmenskommunikation an der Hochschule Ansbach. In ihrer Freizeit tobt sie sich gerne kreativ aus - schreibt, liest, singt und schaut bis tief in die Nacht Netflix durch.